Demonstrationen "Massensterben" fiel aus
Berlin - Ein als "Massensterben" angekündigter Protest zum Besuch von US-Präsident George W. Bush ist am Donnerstag in Berlin mangels Masse ausgefallen. Statt der angekündigten 400 Mitglieder der Anti-Globalisierungsbewegung Attac fand sich nur eine Demonstrantin am Adenauer Platz in Berlin-Charlottenburg ein.
Ursula Peters, 67, nach eigenen Angaben eine Veteranin der Friedensbewegung, simulierte unter den Augen von rund 20 Polizisten und ebenso vielen Journalisten für etwa eine Viertelstunde auf einem weißen Bettlaken den Tod. An solchen aus der Zeit des Vietnamkrieges stammenden Protestformen gebe es offenbar kein Interesse mehr, sagte Peters: "Wir sind heute nicht betroffen genug", sagte sie. Als Grund für ihre einsame Vorführung nannte sie auch die kurzfristige Verlegung des Demonstrationsortes.