Der neue Irak-Beauftragte Eine Karriere im Zeichen der Uno
Bagdad - Der 54-Jährige trat im Juli vergangenen Jahres sein Amt als Uno- Koordinator für humanitäre Hilfe im Irak in Bagdad an. Nach dem Autobombenanschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad, bei dem der Uno-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello, und 23 weitere Personen getötet wurden, nimmt da Silva jetzt auch das Amt des Uno-Beauftragten vorübergehend wahr.
Der Portugiese leitete als Uno-Koordinator bereits von 1996 bis 1998 die humanitäre Hilfe in Angola. Während der Afghanistan-Krise war da Silva in Afghanistan Sonderbeauftragter des Generaldirektors des Welternährungsprogrammes (WFP). Er war damit für die humanitäre Hilfe nach dem Sturz des Taliban-Regimes in Afghanistan verantwortlich. Vor seiner Versetzung nach Bagdad leitete da Silva die Transport- und Logistikabteilung des WFP in Rom.
In Bagdad war da Silva für die Umsetzung des Programmes Öl- für Nahrungsmittel zuständig, das am 21. November auslaufen wird. Sechs von zehn Irakern hängen vollständig von dieser Hilfe ab. Da Silva ist verheiratet und hat drei Kinder.