Djerba: Al-Qaida soll sich zu Anschlag bekannt haben - DER SPIEGEL
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Djerba Al-Qaida soll sich zu Anschlag bekannt haben

Eine arabische Zeitung hat gemeldet, dass sich Osama Bin Ladens Terrornetzwerk al-Qaida zu dem Anschlag an einer Synagoge auf der tunesischen Insel Djerba bekannt hat. Bei dem Anschlag waren 21 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen getötet worden.
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Dubai - Die Zeitung "Aschark al-Ausat" beruft sich auf den mutmaßlichen al-Qaida-Kommandeur Abdelassim al Muhajer. Er soll mitgeteilt haben, dass der für die Tat auf Djerba verantwortliche Selbstmordattentäter Nisar Nuar Mitglied der Terrorgruppe gewesen sei. Al-Muhajers Kampfname sei Seif.

Nach Angaben der Zeitung ist Muhajer der höchste Befehlshaber des in Afghanistan begonnenen Guerillakrieges der al-Qaida gegen die Anti-Terror-Allianz. Der Korrespondent der Zeitung berichtete, er habe mit seinem Jeep zwölf Stunden in ein gebirgiges Gelände fahren müssen, um Muhajer in einem Zelt zu treffen, das offenbar extra für das Interview errichtet worden sei.

Auch Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und der al-Qaida nicht ausgeschlossen.

Al-Muhajer sagte der Zeitung, der Anschlag in Tunesien habe gezeigt, dass es den USA mit ihrem Feldzug in Afghanistan nicht gelungen sei, der al-Qaida "das Rückgrat zu brechen". "Unser Netz ist nicht auf einen Punkt auf der Welt beschränkt. Wir sind über den gesamten Globus verstreut", sagte al-Muhajer dem Blatt.

Der Anschlag war am 11. April mit einem mit Gas beladenen Lastwagen in der Nähe der Synagoge von Djerba ausgeführt worden. Medienberichten zufolge hatte die tunesische Polizei im Haus des mutmaßlichen Attentäters Hinweise entdeckt, die auf einen Zusammenhang mit al-Qaida hindeuten.