Dutzende Pilger bei Anschlag mit Autobombe im Irak getötet - DER SPIEGEL
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Anschlagsserie Dutzende Pilger bei Anschlägen im Irak getötet

Die Bomben explodierten in kurzen Abständen: Mehr als 26 Menschen sind durch zwei Sprengsätze in Hilla getötet worden. Fünf weitere starben bei der Detonation einer Autobombe in Kerbela. Die Anschläge richteten sich gegen schiitische Pilger.
Ausgebranntes Auto in Hilla: Bombenanschläge auf Pilger
Ausgebranntes Auto in Hilla: Bombenanschläge auf Pilger

Ausgebranntes Auto in Hilla: Bombenanschläge auf Pilger

Foto: STRINGER/IRAQ/ REUTERS
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Hilla/Kerbela - Es ist die zweite Anschlagsserie auf Pilger in kurzer Zeit: Durch eine Reihe von Bombenattentaten auf schiitische Muslime im Irak sind mindestens 31 Menschen getötet und etwa 100 weitere verletzt worden.

26 Pilger wurden in Hilla, südlich von Bagdad, durch Sprengsätze getötet. Unter den Opfern waren mehrere Frauen und Kinder. Mindestens 85 Menschen seien verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Zahl der Opfer stieg, weil sich nach der Explosion der ersten Bombe zahlreiche Helfer und Schaulustige am Tatort versammelt hatten. Wenige Minuten später ging am selben Ort eine zweite Bombe hoch, die in einem Auto versteckt gewesen war. Die Polizei blockierte mehrere Straßen, um Fahrzeuge auf Bomben zu kontrollieren.

Auch in der für Schiiten heiligen Stadt Kerbela, etwa 100 Kilometer südlich von Bagdad, wurden fünf Menschen durch eine Autobombe getötet und mindestens 13 weitere verletzt. Am Sonntag hatten Millionen Schiiten in Kerbela den Höhepunkt des Aschura-Fests gefeiert, bei dem traditionell des Todes von Imam Hussein gedacht wird.

Es ist das zweite Attentat auf schiitische Gläubige seit Wochenbeginn. Am Dienstag wurden bei drei Anschlägen in nördlichen Stadtvierteln Bagdads mindestens zwölf Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt. Auch dabei kamen Autobomben zum Einsatz, die in der Nähe schiitischer Kultstätten gezündet wurden.

Die schiitische Glaubensgemeinschaft stellt zwar die Bevölkerungsmehrheit im Irak, gerät jedoch häufig ins Visier sunnitischer Aufständischer. Diese versuchen mit ihren Attacken die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zu schwächen.

lat/AFP/dpa/dapd

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