Einreiseverbot: Chile will Welt-Nazi-Treffen verhindern - DER SPIEGEL
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Einreiseverbot Chile will Welt-Nazi-Treffen verhindern

Die Regierung in Santiago de Chile hat rund 100 Ausländern ein Einreiseverbot erteilt. Drahtzieher des geplanten internationalen Treffens sollen neben chilenischen Neonazis und Skinheads deutsche Altnazis und deren Angehörige sein. Einige werden offenbar mit Haftbefehl gesucht.
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Santiago de Chile - Als zentrales Datum für das Treffen wählte der chilenische Organisator des Treffens, Alexis Lopez, Hitlers Geburtstag am 20. April. Nazigruppen und rechtsextreme Intellektuelle wollen nach Auskunft des "Neuen Deutschland" im Süden Lateinamerikas eine "Nationalsozialistische Internationale" gründen. Lopez hatte im Februar angekündigt, es würden etwa 40 Führer von Nazi-Gruppen aus aller Welt erwartet.

Innenminister José Miguel Insulza betonte, das Einreiseverbot schränke das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht ein. In Chile gibt es kaum Gesetze, welche die Propagierung totalitärer Ideen ausdrücklich verbieten. Ob das Einreiseverbot das Treffen wirklich verhindern kann, ist unklar. Chiles Grenzen sind nur schwer zu kontrollieren.