Elfenbeinküste: Uno schickt Friedenssoldaten - DER SPIEGEL
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Elfenbeinküste Uno schickt Friedenssoldaten

Bis zu 76 unbewaffnete Offiziere wird der Uno-Sicherheitsrat in die Elfenbeinküste schicken. Sie sollen dabei helfen, das Friedensabkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs umzusetzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Der Uno-Sicherheitsrat in New York billigte einstimmig die Entsendung einer Friedensmission in die Elfenbeinküste. Die Soldaten sollen für sechs Monate in dem westafrikanischen Land bleiben. In der Resolution heißt es, die Lage in der Elfenbeinküste stelle eine Bedrohung für den weltweiten Frieden und die Sicherheit in der Region dar.

Zugleich appellierte der Sicherheitsrat an alle Staaten in der Region, den Friedensprozess zu unterstützen. Uno-Generalsekretär Kofi Annan hatte sich ursprünglich um die Entsendung von 255 Mann bemüht, die USA forderten jedoch eine Verringerung dieser Zahl.

In der Elfenbeinküste war es Mitte September zum Bürgerkrieg gekommen, nachdem Aufständische vergeblich versucht hatten, Präsident Laurent Gbagbo zu stürzen. Zunächst beschränkten sich die Kämpfe auf den Norden und die Mitte des Landes, dann schalteten sich zwei weitere Rebellengruppen im Westen ein. Mehr als tausend Menschen kamen während des Konflikts um Leben. Im Januar wurde in Frankreich ein Friedensabkommen ausgehandelt, in dem unter anderem die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit unter Beteiligung der Aufständischen vereinbart wurde.