ETA: Demonstrationen gegen den Terror - DER SPIEGEL
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ETA Demonstrationen gegen den Terror

Der Mordanschlag der baskischen Separatistenorganisation ETA auf einen Offizier der spanischen Armee hat zehntausende Menschen in zahlreichen Städten auf die Straßen gebracht.
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Madrid - In Madrid marschierten Ministerpräsident Jose Maria Aznar, der sozialistische Oppositionsführer Joaquin Almunia sowie andere Partei- und Gewerkschaftschefs an der Spitze eines Demonstrationszuges für den Frieden. Zu der Großkundgebung gegen den ETA-Terror hatten die wichtigsten spanischen Parteien und Gewerkschaften aufgerufen.

Die ETA hatte am Freitag den 47-jährigen Oberstleutnant Pedro Antonio Blanco im Süden Madrids mit einer Autobombe getötet.

Am Samstag fanden in etwa 160 Städten und Gemeinden im Baskenland und in anderen Teilen Spaniens Friedenskundgebungen statt. In Pamplona (Nordspanien) demonstrierten rund 10 000 Menschen für die ETA. Sie verlangten die bedingungslose Freilassung der rund 400 inhaftierten ETA-Terroristen.

In der Nacht zum Sonntag kam es im Baskenland zu neuen Gewalttaten. In San Sebastian schleuderten mutmaßliche ETA- Sympathisanten Brandsätze auf die Direktion der paramilitärischen Polizei Guardia Civil. Es entstand geringer Sachschaden. In Getxo bei Bilbao warfen militante Separatisten Molotow-Cocktails auf die Wohnung eines sozialistischen Kommunalpolitikers. Dabei wurde die Wohnung eines Nachbarn beschädigt.

Das Attentat, der erste Mordanschlag der ETA seit Juni 1998, löste einen neuen Streit zwischen der spanischen Regierung und der gemäßigten Baskisch-Nationalistischen Partei (PNV) aus, die die autonome Regierung im Baskenland stellt.