EU-Bericht: Miliz vergewaltigt Mädchen im Sudan - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

EU-Bericht Miliz vergewaltigt Mädchen im Sudan

EU-Vertreter beklagen in der sudanesischen Krisenregion Darfur immerwährende Menschenrechtsverletzungen. Junge Mädchen würden von den berüchtigten Dschandschawid-Reitermilizen vergewaltigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Khartum - Allein in dem Flüchtlingslager Dschebel Morrah im Süden Darfurs seien in diesem Monat bereits 136 Mädchen im Alter zwischen neun und 15 Jahren vergewaltigt worden, berichteten leitende Mitarbeiter des Büros für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (Echo). Er habe mit eigenen Augen ein blutendes neunjähriges Mädchen gesehen, das von Mitgliedern der Reitermilizen vergewaltigt worden sei, sagte Echo-Chef Peter Holdsworth. Die humanitäre Hilfe habe bislang nur 48 der 148 Flüchtlingslager erreicht habe, kritisierte er außerdem.

Von Einschüchterungen und Übergriffen gegen unschuldige Zivilisten berichtete auch der Leiter von Echo in Khartum, Ivo Freijsen. Das Rot-Kreuz-Lager im al-Ferdus-Gebiet habe nach wiederaufgeflammten Kämpfen 10 000 Flüchtlinge aufgenommen.

Die EU-Kommission hat weitere humanitäre Hilfe für die Krisenregion im Umfang von 20 Millionen Euro angekündigt.