Europa Die Spritproteste flauen ab
London - Die Proteste von Fuhrunternehmern und Landwirten gegen die gestiegenen Diesel-Preise in Westeuropa sind am Samstag abgeflaut. In Irland kündigten die Spediteure ein Ende ihrer Proteste an. In Großbritannien verbesserte sich die Versorgungslage an den Tankstellen. In Deutschland kam es zu vereinzelten Protestaktionen. In den Niederlanden waren Gespräche der Spediteure mit der Regierung geplant.
Der irische Spediteursverband IRHA beschloss am Samstag nach einem Bericht des irischen Rundfunks, in weitere Verhandlungen mit der Regierung einzutreten. Neue Protestaktionen solle es zunächst nicht geben. Am Freitag hatten die Fuhrunternehmer Straßen blockiert, um ihrer Forderung nach einer Senkung der Dieselsteuer um ein Drittel Nachdruck zu verleihen.
In Großbritannien verbesserte sich nach dem Ende der Dieselpreis-Proteste die Versorgungslage im Land etwas. Eine Regierungssprecherin sagte, rund ein Viertel der Tankstellen werde wieder mit Treibstoff beliefert. Vor den Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen wartender Autofahrer. Der Arbeitgeberverband bezifferte die Kosten der einwöchigen Proteste auf umgerechnet mehr als drei Milliarden Mark. Am Donnerstag waren die Blockaden beendet worden. Premierminister Tony Blair hatte die Forderungen nach einer Senkung der Mineralölsteuer abgelehnt.
In den Niederlanden waren neue Verhandlungen zwischen Regierung und Spediteuren vorgesehen. Finanzminister Gerrit Zalm sagte am Freitag der Nachrichtenagentur ANP zufolge, die Regierungsunterhändler würden "nicht mit leeren Händen kommen".