Fall Hariri: Russland will Syrien schützen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fall Hariri Russland will Syrien schützen

Russland wird im Fall Hariri Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Syrien verhindern. Ein Sprecher des Außenministeriums kündigte an, Moskau werde von seinem Vetorecht Gebrauch machen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Moskau - Russland werde alles tun, damit die Uno keine Strafmaßnahmen gegen Syrien verhänge, sagte ein Sprecher des russischen Außenministers Sergej Lawrow, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax.

Lawrow werde zudem in der kommenden Woche im Sicherheitsrat darauf drängen, dass die Uno-Ermittlungen im Hariri-Fall fair und objektiv sein müssten, sagte der Sprecher weiter. Dies müsse so auch in jeder Resolution festgehalten sein, die in der Angelegenheit beschlossen werden solle.

Russland und Syrien haben traditionell enge diplomatische Beziehungen. Die Moskauer Regierung hatte erst kürzlich angekündigt, das arabische Land mit Raketensystemen zu beliefern. Die USA und Frankreich hatten gestern im Weltsicherheitsrat den Entwurf einer Resolution in Umlauf gebracht, in der gefordert wird, Syrien müsse im Fall des ermordeten libanesischen Ex-Regierungschefs Rafik Hariri alle verdächtigen syrischen Staatsbürger festnehmen lassen. Großbritannien unterstützt Uno-Diplomaten zufolge das Papier, in dem wirtschaftliche Sanktionen gegen Syrien nur indirekt erwähnt werden.