Fall Litwinenko: Russischer Geheimdienst ermittelt gegen Geschäftsmann - DER SPIEGEL
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Fall Litwinenko Russischer Geheimdienst ermittelt gegen Geschäftsmann

Russlands Geheimdienst hat im Mordfall Litwinenko Ermittlungen wegen Spionageverdachts gegen Andrej Lugowoi eingeleitet. Die britische Justiz verdächtigt den Geschäftsmann, er sei der Mörder des Kreml-Kritikers.
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Moskau - Grund für die Ermittlungen sei Lugowois Behauptung, Litwinenko habe vor seiner Ermordung versucht, ihn (Lugowoi) für den britischen Geheimdienst anzuwerben, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach Angaben der Agentur Interfax mit. Es bestehe deshalb ein Spionage-Verdacht gegen Lugowoi.

Lugowoi, früherer Geheimdienstagent, hatte Ende Mai vor der Presse in Moskau jegliche Schuld am Tod seines Bekannten Litwinenko von sich gewiesen. Er behauptete stattdessen, hinter dem Mord könnten der im Londoner Exil lebende Kreml-Kritiker Boris Beresowski und der britische Geheimdienst stehen. Die russischen Behörden verweigern die von London beantragte Auslieferung Lugowois.

Der russische Ex-Agent Litwinenko war im November 2006 an einer Vergiftung mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 in London gestorben. Er war Anfang November, am Tag seiner Vergiftung, mit Lugowoi zusammengetroffen.

als/dpa