Falludscha: Neues US-Bombardement - DER SPIEGEL
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Falludscha Neues US-Bombardement

Die US-Streitkräfte im Irak haben erneut Luftangriffe auf mögliche Schlupflöcher der Terrorgruppe um Abu Mussab al-Sarkawi in Falludscha geflogen. Augenzeugen zufolge wurde dabei ein Restaurant getroffen. Beim Angriff auf ein ziviles Auto starben zudem fünf Menschen, darunter ein Kind.
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Falludscha/Bagdad - Das US-Militärkommando in Bagdad wertete den Angriff am frühen Morgen als "erfolgreichen Präzisionsschlag" gegen einen Treffpunkt der Terrororganisation, den diese seit mehr als einem Jahr genutzt habe. Augenzeugen in Falludscha behaupteten, dass ein Restaurant getroffen worden sei. Der Besitzer des Lokals erklärte, dass die Flugzeugbombe zwei Wächter getötet habe. Das Restaurant sei zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen gewesen. Nach weiteren US-Militärangaben wurde bei einem zweiten Luftangriff vier Stunden später ein weiteres mutmaßliche Sarkawi-Versteck in der Aufständischen-Hochburg Falludscha getroffen.

US-Soldaten eröffneten am Morgen auf der Straße von Falludscha nach Ramadi das Feuer auf ein ziviles Auto. Alle fünf Insassen, darunter eine Frau und ein Kind, wurden getötet, teilten Krankenhausärzte in Falludscha mit. Zunächst war nicht klar, was den Zwischenfall ausgelöst hatte.

In der weiter nordwestlich im Euphrat-Tal gelegenen Stadt Hit brachen gestern Nachmittag heftige Kämpfe zwischen US-Truppen und Aufständischen aus. Dabei kamen nach Krankenhausangaben drei Menschen ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Eine Moschee wurde bei einem US-Luftangriff zerstört. Nach Darstellung des US-Militärkommandos hatten sich darin Rebellen verschanzt und mit Maschinengewehren und Mörsern auf die amerikanischen Truppen geschossen.

Bei einem Autobombenanschlag auf einen US-Konvoi in der nordirakischen Stadt Mossul starb gestern ein US-Soldat, neun weitere wurden verletzt, teilte das US-Militärkommando mit. Auch zwei Iraker wurden getötet und zahlreiche weitere verletzt, bestätigten Krankenhausärzte.

Drei mutmaßliche Extremisten in Riad erschossen

Saudiarabische Sicherheitskräfte haben bei einer Schießerei im Osten der Hauptstadt Riad drei mutmaßliche Extremisten getötet. Bei dem Schusswechsel im Viertel Nahda seien sieben Sicherheitskräfte verletzt worden, teilte das saudiarabische Innenministerium heute mit. Sieben Frauen und Kinder seien aus einem Haus befreit worden. Es blieb unklar, ob sie dort gegen ihren Willen festgehalten wurden oder ob es sich um Familienangehörige der getöteten Männer handelte.

Die Sicherheitskräfte erstürmten das Haus den Angaben zufolge in den frühen Morgenstunden. Die Identität der Getöteten werde derzeit überprüft. Nach einem Bericht des Fernsehsenders al-Arabija setzen sich die Unbekannten mit Handgranaten und Gewehre zur Wehr. Die Polizei habe das Gebiet angeriegelt.

Seit Mai vergangenen Jahres sieht sich Saudi-Arabien mit einer Serie von Gewaltakten durch Anhänger der Extremisten-Organisation al-Qaida von Osama Bin Laden konfrontiert. Damals hatten Selbstmordattentäter in drei Wohnkomplexen in Riad 35 Menschen getötet. Insgesamt sind bei Anschlägen und Angriffen seither mehr als 160 Menschen getötet worden.

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