Finnland: Halonen bleibt Präsidentin - DER SPIEGEL
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Finnland Halonen bleibt Präsidentin

Vor sechs Jahren wurde sie als erste Frau in der Geschichte Finnlands zur Staatspräsidentin gewählt: Tarja Halonen. Jetzt konnte sie ihr Amt verteidigen. In einer Stichwahl setzte sie sich gegen den konservativen Herausforderer Sauli Niinistö durch. Der Verlierer gestand seine Niederlage per Handkuss ein.
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Helsinki - Nach Auszählung aller Stimmen lag Halonen bei 51,8 Prozent, auf Niinistö entfielen 48,2 Prozent. Der frühere Finanzminister räumte am Abend seine Niederlage ein. "Der Mann hat verloren", sagte er und küsste der Siegerin die Hand. Halonen sprach von einem historischen Sieg, da sie als erste Frau in einem skandinavischen Land in einer Direktwahl als Staatsoberhaupt bestätigt worden sei. "Am Montag geht die Arbeit weiter", kündigte sie an. Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent.

Halonen hatte in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen die absolute Mehrheit mit 46 Prozent der Stimmen verfehlt, Niinistö erreichte 24 Prozent. Für die Stichwahl hatten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Bewerbern hingedeutet. Viele der 4,3 Millionen Wahlberechtigten waren nach eigenen Angaben bis zuletzt unentschlossen. Halonens Herausforderer wurde in den vergangenen zwei Wochen von Regierungschef Matti Vanhanen im Wahlkampf unterstützt, der in der ersten Wahlrunde ebenfalls kandidiert hatte.

Die linke, inzwischen parteilose Präsidentin hatte sich schon bei ihrer Stimmabgabe in einem Arbeiterviertel Helsinkis siegessicher gezeigt. Sie reckte beide Daumen nach oben und sagte: "Ich vertraue auf unser Volk. Ich bin sicher, dass sie mich wählen werden." Halonen wurde vor sechs Jahren als erste Frau in der Geschichte Finnlands zur Staatspräsidentin gewählt.

Das Staatsoberhaupt hat in Finnland die Richtlinienkompetenz für die Außen- und Verteidigungspolitik inne, arbeitet dabei aber eng mit der jeweiligen Regierung zusammen. Diese wiederum ist für die Innenpolitik allein verantwortlich. Zurzeit regiert in Helsinki eine Mitte-Links-Regierung unter Vanhanen.

Matti Huuhtanen, ap

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