Florida Terroristenjagd auf dem Highway
Naples - Die wichtigste Ost-West-Verbindungsstraße von Florida wurde gesperrt, während die Beamten mit Hunden und einem Roboter die Autos der Verdächtigen nach Sprengstoff durchsuchten. Eine Kellnerin habe der Polizei von drei Männern aus dem arabischen Raum berichtet, die über die Planung eines Anschlags gesprochen hätten, sagte Polizeisprecher E. J. Picolo.
Die Kellnerin Eunice Stone aus Georgia sagte dem Fernsehsender Fox, sie habe gehört, wie einer der Männer gesagt habe: "Wenn sie am 11. September trauern, was machen sie dann am 13. September?" Außerdem habe die Gruppe über Miami und Sprengstoff gesprochen und darüber "es abzuschießen", sie wisse aber nicht, was mit "es" gemeint sei. "Nach dem, was sie gehört hat, würde jeder vernünftig denkende Mensch glauben, dass ein Verbrechen bevorsteht", sagte der Sprecher der Kriminalbehörde in Georgia, Vernon Keenan. Die Polizei gab eine Suchmeldung für die Autos der Verdächtigen heraus.
Die Männer wurden in Florida gestoppt, nachdem eines der beiden Fahrzeuge eine Mautstelle durchbrochen hatte. Eine Durchsuchung hätten die Männer abgelehnt, weshalb Spürhunde eingesetzt worden seien. Die Hunde schlugen in beiden Autos an; Sprengstoff wurde trotz einer eingehenden Untersuchung nicht gefunden, wie Picolo sagte. Ein Rucksack, der in einem Fahrzeug gefunden wurde, wurde gesprengt. Über 100 Sicherheitsbeamte waren am Ort, darunter zahlreiche FBI-Agenten.
Die Polizei von Florida schloss einen 32 Kilometer langen Abschnitt der als "Alligator Alley" bekannten Interstate 75, die Naples und Fort Lauderdale über die Everglades verbindet. Dadurch entstanden in beide Richtungen Staus bis zu 50 Kilometer.
Aus Ermittlungskreisen in Washington verlautete, die Polizei habe keine Verbindungen der Männer zu Terroristen gefunden. Die drei seien offenbar Medizinstudenten, die auf dem Weg zu einer Tagung in Miami gewesen seien. Die Männer stammten aus Jordanien, Iran und Pakistan und hielten sich legal in den USA auf; zwei von ihnen hätten die amerikanischen Staatsbürgerschaft. Die drei hätten bei ihrer Festnahme zwar keinen Widerstand geleistet, seien aber auch nicht sehr kooperativ gewesen, sagte ein Polizist.