Flüchtlinge auf dem Mittelmeer: Ärzte ohne Grenzen bergen 22 Leichen - DER SPIEGEL
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Drama im Mittelmeer Ärzte ohne Grenzen bergen 22 Leichen

Auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer hat ein Einsatzteam von Ärzte ohne Grenzen 22 Leichen geborgen. 200 Flüchtlinge konnten gerettet werden.
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Rettungskräfte haben auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer mehr als 20 Leichen entdeckt. Wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Mittwoch mitteilte, lagen die 22 Toten auf einem Schlauchboot auf dem Weg nach Italien inmitten von mehr als 200 Flüchtlingen.

Es soll sich um 21 junge Frauen und einen Mann handeln. Die Todesursache sei unklar, teilte die Organisation via Twitter  mit. Die Leichen hätten auf dem Boden des Schiffes in einer Lache aus Wasser und Benzin gelegen.

Die Überlebenden wurden an Bord des Rettungsschiffes "MS Aquarius" genommen. Nach Angaben der italienischen Küstenwache nahm ein anderes Schiff am Mittwoch weitere 354 Flüchtlingen von anderen Booten an Bord.

Am Dienstag waren mehr als 3200 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Mit den jüngsten Rettungsaktionen erreichten nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bislang mehr als 80.000 Flüchtlinge Italien. Die meisten kommen aus Afrika.

Das UNHCR schätzt die Zahl der Menschen, die in diesem Jahr beim Versuch der Mittelmeer-Überquerung ums Leben kamen, auf mehr als 2800.

sun/AFP