"USS Enterprise": Innenansichten aus einem Koloss
Atom-Flugzeugträger Das Ende der "USS Enterprise"
Hamburg - Noch ist sie das längste Kriegsschiff der Welt: Gegenwärtig kreuzt die "USS Enterprise" mit ihren Begleitbooten im Persischen Golf, doch Ende des Jahres wird der Flugzeugträger eingemottet.
Damit endet nach mehr als fünf Jahrzehnten eine Ära: Bei ihrem Stapellauf 1961 war die "Enterprise" weltweit der erste Flugzeugträger mit Nuklearantrieb. Acht Druckwasserreaktoren sorgen dafür, dass das Riesenschiff über eine praktisch unbegrenzte Reichweite verfügt.
Die "Enterprise" nahm an allen großen Marineoperationen der Vereinigten Staaten teil - angefangen von der Kuba-Krise 1962 über den Vietnam-Krieg bis zu den Golfkriegen. Auch in der Popkultur hat das Schiff Spuren hinterlassen: Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry hat sich für sein "Raumschiff Enterprise" von dem Flugzeugträger inspirieren lassen. Der Film "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" spielt teilweise auf dem Schiff - tatsächlich mussten die Szenen jedoch auf einem anderen Flugzeugträger gedreht werden, weil die "Enterprise" im Einsatz war. Die "USS Enterprise" war das achte Schiff der US-Marine, das auf diesen Namen getauft wurde.
Bis zu 6000 Soldaten sind gleichzeitig auf dem Flugzeugträger im Einsatz - Schiffscrew, Piloten und Marines. Maximal 110 Flugzeuge können auf der "Enterprise" stationiert werden. Das Schiff wird bei allen Einsätzen von einer Flugzeugträgerkampfgruppe begleitet - bestehend aus einem Kreuzer, mehreren Zerstörern und einem Versorgungsschiff.
Nach seiner letzten Mission im Persischen Golf soll der 342 Meter lange Flugzeugträger am 1. Dezember 2012 zum letzten Mal seinen Heimathafen Norfolk im US-Bundesstaat Virginia anlaufen. Mehr als zwei Jahre wird es dauern, das Schiff stillzulegen und die Atomreaktoren auszubauen.