Fluthilfe: G7-Länder planen Schuldennachlass - DER SPIEGEL
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Fluthilfe G7-Länder planen Schuldennachlass

Die sieben führenden Industriestaaten (G-7) planen ein Schulden-Moratorium für die von der Flutwelle in Südostasien betroffenen Länder. Außerdem wollen sie sich beim Pariser Club der Gläubigerstaaten für eine Unterstützung der Staaten einsetzen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Bundesfinanzminister Hans Eichel sprach von einem "großen Schritt nach vorne" im Bemühen um eine substanzielle Hilfe für die von der Flutwelle betroffenen Länder. Der britische Schatzkanzler Gordon Brown kündigte in London an, der Schuldendienst solle eingefroren werden.

In der Erklärung der G-7-Finanzminister heißt es: "Wir erwarten keinen Schuldendienst von betroffenen Ländern - falls sie dies wünschen - bis die Weltbank und der Internationale Währungsfonds ihre Bedarfsanalyse für den Wiederaufbau und den Finanzbedarf abgeschlossen haben, und erkennen an, dass einige Länder außer Stande sein könnten, Schuldenzahlungen zu leisten."

Weltbank und IWF sollten die Bedarfsanalyse möglichst noch in diesem Monat abschließen, heißt es in der Erklärung. Diese und andere internationale Finanzinstitutionen sollten größtmögliche Anstrengungen unternehmen, finanzielle Hilfe zu leisten. Die Bemühungen um den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems für die Region würden unterstützt. "Wir werden die Gläubiger beim nächsten Treffen des Pariser Clubs am 12. Januar bitten, eine Unterstützung der Staaten in dieser Art und Weise wohlwollend zu prüfen", heißt es weiter.

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