Fotostrecke: Wo Saddam hauste - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Wo Saddam hauste

"Schöne Grüße von Präsident Bush." Mit diesen Worten nahmen amerikanische Soldaten den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein in einem Erdloch in der Nähe von Tikrit fest. Bilder von Saddams letztem Versteck.
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Adwar/Irak - Seine ersten Worte nach der Festnahme lauteten: "Mein Name ist Saddam Hussein. Ich bin der irakische Präsident, und ich möchte verhandeln." Die Antwort der US-Soldaten: "Schöne Grüße von Präsident Bush." Diesen Dialog gab Oberst Bryan Reed vor Journalisten wieder, die am Sonntag das Erdloch im Keller des Anwesens südlich von Tikrit besichtigten, in dem der gestürzte irakische Staatschef tags zuvor gefasst worden war.

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Festnahme eines Diktators: Wo Saddam hauste

Foto: DPA

In dem Haus über dem Erdloch herrschte ein heilloses Chaos, wie Reporter berichteten. Schmutzige Wäsche türmte sich, die Speisekammer war leer, als einzige Dekoration hing ein Poster der Arche Noah an der Wand - kein Vergleich mehr zu dem Luxus, in dem Saddam Hussein jahrelang in seinen Palästen lebte. Das Haus bestand lediglich aus einem winzigen Schlafzimmer und einer provisorischen Küche, ein Bad war nicht zu sehen.

Eines von zwei Betten war mit einer Bettwäsche in Blumenmuster bezogen, das zweite wirkte unbenutzt. Eine Kiste auf dem Boden enthielt zwei neue weiße Herren-T-Shirts und zwei Paar weiße Boxershorts aus Baumwolle. Auf dem Fußboden lagen mehrere Bücher. Ein kleiner Kühlschrank in der Küche enthielt einige Schokoladenriegel, Würstchen und eine Limonadendose. Auf einer Anrichte lag altes Brot, in einem Topf befand sich ein Rest Reis, in der Spüle stapelte sich schmutziges Geschirr.

Über dem Gasofen war ein ein kleines Regal befestigt, auf dem Seife, eine Kaffeedose, Mundwasser und ein Spiegel standen. Als Toilette diente offenbar ein Loch im Hof. Das Erdloch, in dem Saddam Hussein entdeckt wurde, war mit einem weißen Leinentuch bedeckt. Belüftet wurde es über ein kleines Abluftrohr.

Auf dem Gelände befanden sich außerdem zwei Ställe, einer für Hühner, einer für eine Kuh. Die US-Soldaten, die Saddam Hussein entdeckten, waren kurz davor, eine Handgranate in das Erdloch zu werfen. Doch dann ergab sich der Expräsident; er klammerte sich an eine Pistole, gab jedoch keine Schüsse ab.

Alexandar Vasovic, AP

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