FPÖ-Vorsitz: Haider blitzt ab - DER SPIEGEL
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FPÖ-Vorsitz Haider blitzt ab

Der Kärntener Landeshauptmann Jörg Haider hat eine empfindliche Niederlage erlitten. Beim Versuch den Vorsitz der österreichischen FPÖ zu übernehmen, ist ihm eine klare Abfuhr erteilt worden.
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Wien - Auf einer turbulenten Vorstandssitzung der Freiheitlichen hat sich der amtierende Vorsitzende und österreichische Vizekanzler Herbert Haupt geweigert, seinem einstigen politischen Ziehvater, dem langjährigen, vor drei Jahren zurückgetretenen Jörg Haider Platz zu machen. Er werde bis zum ordentlichen Parteitag im Juni kommenden Jahres FPÖ-Vorsitzender bleiben, sagte Haupt nach der Sitzung in Deutschlandsberg in der Steiermark.

In einer geheimen Abstimmung sei er vom Vorstand bestätigt worden, teilte Haupt mit. Die österreichische Nachrichtenagentur Apa berichtete, es habe nur vier Gegenstimmen gegeben. Wer sich gegen Haupt ausgesprochen hatte, wurde nicht bekannt gegeben.

Die Parteibasis der FPÖ hatte in den vergangenen Tagen immer stärker nach Haider gerufen. Zuletzt war als Kompromiss eine Doppelspitze aus Haupt und Haider ins Spiel gebracht worden, damit der Vizekanzler sein Gesicht wahren könne. Haupt dagegen erklärte nun, er bleibe in den kommenden zwölf Monaten allein an der Parteispitze.