Frankreichs Präsident Hollande: Ärger um die neue Brille - DER SPIEGEL
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François Hollande: Neue Brille, neue Probleme

Foto: ALAIN JOCARD/ AFP

Präsident Hollandes neue Brille Zu dänisch für einen Franzosen

Der französische Präsident hat Ärger wegen seiner neuen Brille. Das Problem: Sie stammt aus Dänemark. Heimische Firmen umgarnen François Hollande nun, er möge das Modell wechseln.
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Paris - Nicht seine politische Agenda, sondern die neue Brille des französischen Präsidenten François Hollande hat in seiner Heimat eine breite Debatte ausgelöst.

Vorteilhaft sei das neue Modell mit dem dunklen Rahmen, meint das Klatschmagazin "Closer": Es verleihe dem Präsidenten einen "jüngeren Look" . Der "Nouvel Observateur" fühlt sich gar an die US-Serie "Mad Men" erinnert . Die Zeitung "Metronews" versucht immerhin, das Ganze politisch zu sehen. Die Brille unterstreiche, dass das Staatsoberhaupt "reformfreudig" sei .

Doch alle ästhetischen Überlegungen beiseite - Hollande hat ein Problem. Das Gestell stammt nämlich von einem dänischen Hersteller, was französische Produzenten erzürnt.

Der heimischen Brillenindustrie gehe es schlecht, und Herr Hollande suche sich ein ausländisches Modell aus, schimpfen Branchenvertreter. "Unsensibel" habe sich der Präsident verhalten, meint ein Unternehmer. Dabei könnte Hollande doch mit dem Tragen einer französischen Brille auf der ganzen Welt für "Made in France" werben.

Um Hollande zu einem erneuten Wechsel seiner Sehhilfe zu bewegen, schickten mehrere Hersteller sogar ein Gratis-Modell aus ihrer Kollektion an den Elysée-Palast. Man könne, schreibt ein Hersteller, die Brille ja auch nach den Vorstellungen des Präsidenten anpassen: "Wir können sie größer oder kleiner machen, ganz wie Sie wünschen."

kgp/dpa