Bundeswehr-Fregatte rettet 200 Flüchtlinge von Holzschiff - DER SPIEGEL
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Rettungsaktion im Mittelmeer Deutsche Fregatte eilt Flüchtlingsboot zu Hilfe

Rettungseinsatz der deutschen Marine: Nach einem Notruf ist die Fregatte "Hessen" einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer zu Hilfe gekommen. Laut Verteidigungsministerium wird ein Holzschiff mit rund 200 Menschen an Bord evakuiert.
Fregatte "Hessen" (Archivbild): Rettungsaktion im Mittelmeer
Fregatte "Hessen" (Archivbild): Rettungsaktion im Mittelmeer

Fregatte "Hessen" (Archivbild): Rettungsaktion im Mittelmeer

Foto: Carmen Jaspersen/ picture alliance / dpa
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Die deutsche Marine ist im Mittelmeer einem in Seenot geratenen Flüchtlingsboot zu Hilfe geeilt. Das teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums mit. Demnach habe die Fregatte "Hessen" am Freitagmittag mit der Evakuierung eines Holzbootes begonnen, auf dem sich rund 200 Menschen befinden sollen.

Nach Angaben des Sprechers hat der Notruf die Marine am Morgen gegen 9 Uhr über die italienische Seenotrettungsstelle erreicht. Die "Hessen" habe sich daraufhin umgehend auf den Weg zu dem Flüchtlingsschiff rund 250 Kilometer südlich der Insel Lampedusa gemacht.

Am Mittwoch war die deutsche Marine im Mittelmeer erstmals Flüchtlingen zu Hilfe gekommen. Die "Hessen" hatte südöstlich von Sizilien einen Seenotruf empfangen. Als die Deutschen eintrafen, hatte ein italienisches Zollschiff die 95 Flüchtlinge bereits an Bord genommen. Unter ihnen war nach Angaben eines Sprechers auch eine schwangere Frau, die wie die anderen Schiffbrüchigen zwei Tage lang nur Seewasser getrunken hatte.

Die Bundesregierung hatte nach dem EU-Flüchtlingsgipfel im April angeboten, sich mit zwei Schiffen an der Seenotrettung im Mittelmeer zu beteiligen. Die meisten Schleuser bringen Flüchtlinge und illegale Einwanderer derzeit über Libyen nach Europa. In dem Land ist die staatliche Ordnung weitgehend zusammengebrochen.

fab/phw