Friedensplan: Scharon lenkt angeblich ein - DER SPIEGEL
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Friedensplan Scharon lenkt angeblich ein

Ein neuer Hoffnungsschimmer im Nahen Osten: Wie die "New York Times" erfahren haben will, ist die israelische Regierung nun doch bereit, der von den USA, der EU, der Uno und Russland ausgearbeiteten "Roadmap" grundsätzlich zuzustimmen.
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New York - In nicht näher bezeichneten Regierungskreisen heißt es der Zeitung zufolge, Israels Premier Ariel Scharon befürworte nun den vorgelegten Friedensplan. Scharon sei bereit, die Rahmenbedingungen und den Prozess als solchen anzuerkennen. Das Einverständnis sei bei intensiven Gesprächen mit Scharons Bürochef Dov Weisglass erreicht worden. Weisglass war die vergangenen Tage in Washington, nachdem Scharon selbst nach den jüngsten Terroranschlägen seine USA-Reise abgesagt hatte.

Den genauen Wortlaut einer entsprechenden Erklärung habe Scharon mit US-Vertretern ausgehandelt. Damit solle sichergestellt werden, dass die Bedenken Israels berücksichtigt werden. Ob von dem grundsätzlichen Einverständnis Scharons - der palästinensische Premier Mahmud Abbas hatte die "Roadmap" bereits akzeptiert - tatsächlich ein Durchbruch zu erwarten ist, ist jedoch fraglich. Die israelischen Vorbehalte bleiben. Einem Diplomaten zufolge machte die Scharon-Regierung bereits klar: "Israel akzeptiert nicht jedes Detail. Es bedeutet nicht, dass Israel zu bestimmten Punkten keine eigene Meinung hat."

Die "Roadmap" war von den USA, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union (EU) und Russland gemeinsam entwickelt und den Konfliktparteien vorgelegt worden. Der Plan soll bis zum Jahr 2005 zu einem Palästinenser-Staat in friedlicher Koexistenz mit Israel führen. Gespräche zwischen Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und Abbas über den internationalen Friedensplan hatten am Wochenende zu keinem Ergebnis geführt.

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