Gaza-Abzug: Siedler dürfen demonstrieren - DER SPIEGEL
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Gaza-Abzug Siedler dürfen demonstrieren

Kompromiss zwischen Siedlern und Polizei: Die Gegner des israelischen Rückzugs aus dem Gaza-Streifen dürfen nun doch demonstrieren. Der Marsch in das Autonomie-Gebiet bleibt den Demonstranten jedoch verboten.
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Jerusalem - Der Jescha-Siedlerrat habe sich in der Nacht mit der Polizei darauf geeinigt, dass die Kundgebung in Sderot im südlichen Israel von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr bis 20.30 Uhr MESZ) stattfinden dürfe, sagte der Vorsitzende des Rats, Benzi Lieberman, heute im Rundfunk. "Wir hoffen, dass es keine Zwischenfälle geben wird." Polizeikommandeur Ascher Levy sagte ohne nähere Angaben, die Kundgebung werde sowohl von der Zahl der Teilnehmer als auch von ihrer Dauer begrenzt sein.

Nach Angaben aus Polizeikreisen haben sich die Demonstranten verpflichtet, nach der Kundgebung Sderot zu verlassen und in die benachbarte Ortschaft Ofakim in der Negev-Wüste zu ziehen, ohne ein Eindringen in den Gazastreifen zu versuchen. Ein anderer Siedlervertreter, der Abgeodnete Zvi Hendel, sagte im Rundfunk dagegen, "natürlich" würden einige Demonstranten versuchen, "ohne Zusammenstöße" zu ihren "Brüdern" in der Siedlung Gusch Katif zu gelangen.

Ursprünglich war die angekündigte Kundgebung verboten worden. Die israelische Regierung fürchtet, dass Ultranationalisten in den Gazastreifen eindringen könnten, um den bevorstehenden Abzug zu verhindern. Außerdem fürchten die Sicherheitskräfte, Palästinenser könnten mit Raketen Sderot beschießen. Die Räumung des Gaza-Streifens soll Mitte August beginnen.

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