Geheimdienste: BND wird umgebaut - DER SPIEGEL
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Geheimdienste BND wird umgebaut

Der Bundesnachrichtendienst soll nach dem Willen der Bundesregierung umfassend reformiert werden. Damit reagiert die Politik auf mehrere Skandale der Schlapphut-Behörde.
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Das Kanzleramt hat nach Informationen des SPIEGEL Zustimmung für eine umfassende Reform des Bundesnachrichtendienstes (BND) signalisiert. Vergangene Woche informierte Kanzleramtschef Thomas de Maizière die zuständigen Parlamentarier darüber, dass der Auslandsgeheimdienst zum 1. Januar 2009 umgebaut und modernisiert werden soll.

Herzstück der Reform ist die Zusammenlegung der Abteilungen für Auswertung und Beschaffung. Damit soll die weit verbreitete interne Abschottung gelockert und die Analysefähigkeit des Dienstes gestärkt werden. Künftig wird die rund 6000 Mitarbeiter starke Behörde in den für Geheimoperationen zuständigen Bereich "Produktion", die "Produktionsunterstützung" sowie einen Bereich "Service" untergliedert.

Aus den bislang acht Abteilungen entstehen zwölf, darunter eine neue Abteilung Proliferation, die sich mit der Aufklärung von illegalem Waffenhandel beschäftigt. Die "Eigensicherung" wird sich nach dem Willen de Maizières und von BND-Präsidenten Ernst Uhrlau nur noch mit dem Selbstschutz von Agenten beschäftigen. Skandale wie die Bespitzelung von Journalisten will der BND damit vermeiden.