Geisel-Video: Angehörige schöpfen Hoffnung - DER SPIEGEL
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Geisel-Video Angehörige schöpfen Hoffnung

Das Video, das die beiden im Irak entführten Ingenieure zeigt, gibt Freunden und Angehörigen der beiden Männer neue Hoffnung. In Leipzig regt sich verhaltener Optimismus. Der Krisenstab der Bundesregierung analysiert derzeit das Video.
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Leipzig - Nach dem Bekanntwerden des jüngsten Videos der Irak-Geiseln haben Verwandte und Freunde der beiden Ingenieure verhalten optimistisch reagiert. Die Mutter des entführten René Bräunlich sagte am Sonntagabend in Leipzig, sie sei erleichtert, dass die beiden noch am Leben seien. Obwohl es gut getan habe, Renè lebend zu sehen, sei es aber sehr schwer gewesen, das Video anzuschauen.

"Diesmal kann man sehen, dass sie Angst haben." Sie achte auf jede Geste, aus der sie etwas über den Zustand ihres Sohnes herauslesen könne, sagte die Mutter des Ingenieurs, der gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Nitzschke verschleppt wurde.

Der Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, äußerte sich ebenfalls froh, ein Lebenszeichen der Entführten gesehen zu haben. Er wolle sich beim Friedensgebet und der anschließenden Mahnwache am morgigen Montag noch einmal dazu äußern, sagte der Geistliche auf AP-Anfrage. Die Botschaft, die man immer wieder übermitteln wolle, sei die Hoffnung, dass die Verschleppten möglichst bald freikämen.

Winfried Helbig vom Aktionskreis Frieden, der an jedem Montag und Donnerstag zu Mahnwachen für Bräunlich und Nitzschke aufruft, zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, dass es "endlich wieder ein Lebenszeichen" der Entführten gebe. "Das veranlasst uns zum Weitermachen", erklärte Helbig. Auch er verwies auf die Mahnwache am Montag, während der "auf jeden Fall" auf das neue Video eingegangen werde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte in Berlin, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun werde, um das Leben der Geiseln zu retten. Schlussfolgerungen aus dem Video wolle man aber erst am Montag ziehen, nachdem es von Bundeskriminalamt und Bundesnachrichtendienst "intensiv" ausgewertet sei.

Von Jörg Aberger/AP