Generals-Perspektive: Der Sturmlauf der Befreier - DER SPIEGEL
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Generals-Perspektive Der Sturmlauf der Befreier

Trotz der Meldungen über zermürbende Stellungskriege in Umm Kasr und Basra zeigt sich US-General Tommy Franks äußerst zufrieden über die Erfolge seiner Soldaten. Die alliierten Truppen kämen schnell und in manchen Fällen dramatisch schnell voran, behauptet er.
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Camp al-Sailija/Katar - Vereinzelt seien die verbündeten Streitkräfte allerdings auch auf Widerstand gestoßen, räumte Franks am Montag während einer Pressekonferenz in seinem Hauptquartier in Katar ein. Die US-Truppen hätten feindliche Verbände absichtlich umgangen. Die irakische Fedajin-Miliz habe den Nachschubeinheiten Schwierigkeiten bereitet. Darauf seien die Truppen jedoch vorbereitet gewesen.

Insgesamt seien bislang 3000 Gefangene gemacht worden. Über den Zustand von US-Kriegsgefangenen könne er keine Angaben machen, sagte Franks. Er warf der irakischen Seite vor, Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde einzusetzen. Sie würden vorsätzlich in der Nähe von militärischem Gerät oder Truppenverbänden positioniert, sagte der Oberbefehlshaber für den Krieg gegen den Irak. Die Regierung von Saddam Hussein verfüge noch über ein funktionierendes Kommandonetzwerk, das allerdings beschädigt sei.

In den vergangenen drei oder vier Tagen hätten die US-Streitkräfte Informationen über Orte erhalten, an denen sich möglicherweise Massenvernichtungswaffen befänden. "Einige von diesen Orten sind in Gebieten, über die wir die Kontrolle haben, in andere sind wir noch nicht hineingegangen", erklärte Franks.

US-Brigadegeneral Vincent Brooks, der neben Franks bei der Pressekonferenz erschien, sagte, die Truppen weiteten ihre Kontrolle im Irak aus. Dazu zählten ein andauernder Vormarsch über Nassirija hinaus sowie ein Luftangriff auf die Eliteeinheit der Republikanischen Garden bei Bagdad.

Der Widerstand irakischer Soldaten hat die Militärplaner veranlasst, auf die ursprünglich geplante Einnahme der 370 Kilometer südöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Nassirija zunächst zu verzichten. Auch die zweitgrößte irakische Stadt, Basra, wurde noch nicht besetzt.

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