Genua Bush als Armutsbekämpfer
London - US-Präsident George W. Bush hat die Bedeutung einer neuen Welthandelsrunde für die Bekämpfung der Armut hervorgehoben. Sie sei wichtig, damit "alle Nationen der Welt eine Chance haben", sagte er. Zugleich griff Bush die Globalisierungskritiker an: Einige versuchten das Treffen zu stören und nähmen für sich in Anspruch, die Armen der Welt zu vertreten. "Diesen Leuten sage ich, dass ihre Politik die Armut der Menschen besiegelt", sagte er.
Bereits vor dem Gipfel hatte sich Bush mit dem britischen Premierminister Tony Blair getroffen. "Ich kann es kaum erwarten, die Notwendigkeit eines freien Handels in der Welt gemeinsam mit Tony Blair zu vertreten", sagte Bush am Vorabend des Gipfeltreffens. "Wir sind uns klar darüber, dass unsere Staaten Verantwortung tragen, und wir wissen, dass einige Länder weniger begünstigt sind", sagte er. Aus amerikanischen Regierungskreisen verlautete, die USA betrachteten es als herausragendes Thema des Gipfeltreffens, den Welthandel von Beschränkungen zu befreien. "Ein weltweites Wirtschaftswachstum ist die oberste Strategie, um Armut zu bekämpfen", sagte ein hochrangiger Vertreter.