Georgien: Unruhen nach Saakaschwilis erster Amtshandlung - DER SPIEGEL
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Georgien Unruhen nach Saakaschwilis erster Amtshandlung

Georgiens erste Schritte nach der Ära Schewardnadse werden von Gewalt begleitet. Kaum hatte der neue Präsident Michail Saakaschwili am Sonntag eine Militärparade in der autonomen Region Adscharien abgenommen, kam es dort zu Ausschreitungen.
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Tiflis - Als Saakaschwili die adscharische Hauptstadt Batumi verließ, kam es dort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie die Agentur RIA- Nowosti meldete. Die Polizei habe eine Kundgebung von Gegnern des örtlichen Machthabers Aslan Abaschidse aufgelöst.

Am frühen Nachmittag legte der frühere Oppositionsführer den Eid auf die Verfassung ab. "Ich werde die Verfassung Georgiens verteidigen, das Amt des Präsidenten ehrenvoll ausführen und unseren Bürgern Sicherheit und Würde garantieren", erklärte Saakaschwil in Tiflisi. Der 36-Jährige führte vor zwei Monaten die Protestbewegung gegen die umstrittene Parlamentswahl vom 2. November an, die Eduard Schewardnadse schließlich zum Rücktritt zwang. Die anschließende Präsidentenwahl in der Kaukasusrepublik am 4. Januar gewann er mit 96 Prozent der Stimmen.

Zum vorrangigen Ziel seiner Präsidentschaft hat Saakaschwili den Kampf gegen die Korruption erhoben, den er schon in seiner kurzen Amtszeit als Justizminister in der Regierung Schewardnadse vor vier Jahren führte. Außerdem hat er angekündigt, Georgien werde sich weiter um eine Annäherung an den Westen bemühen und die angespannten Beziehungen zu Russland verbessern.

In Tiflis sagte US-Außenminister Colin Powell unterdessen der Übergangspräsidentin Nino Burdschanadse weitere amerikanische Hilfe für Georgien zu. Powell wollte auch mit dem früheren georgischen Staatschef Eduard Schewardnadse sprechen, der im vergangenen November nach Massenprotesten der Opposition zurückgetreten war.