Grenzbüro wieder eröffnet Die koreanische Versöhnung schreitet voran
Panmunjom - Nach vier Jahren haben Nord- und Südkorea am Montag das Verbindungsbüro an ihrer gemeinsamen Grenze wieder eröffnet. Darin zeige sich der Wille der Länder, die Vereinbarungen des Gipfeltreffens umzusetzen, erklärte der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Park Jae Kyu unter Bezug auf die historische Zusammenkunft der Präsidenten von Nord- und Südkorea im Juni in Pjöngjang. Der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung kündigte zudem eine baldige Wiederaufnahme des Zugverkehrs mit dem Norden an.
Das Grenzbüro an der innerkoreanischen Grenze war 1992 eröffnet worden, um die diplomatischen Kontakte zwischen beiden Ländern zu erleichtern. Bereits vier Jahre später wurde es aber wegen eines Streits um ein in Südkorea gestrandetes nordkoreanisches U-Boot wieder geschlossen.
Am Dienstag, dem Jahrestag der Befreiung Koreas vom japanischen Kolonialismus 1945, sollen je 100 Menschen aus Nord- und Südkorea im Rahmen einer Familienzusammenführung in das andere Land reisen dürfen. Wenn die Ausgewählten für vier Tage die stark gesicherte Trennlinie in der Mitte der koreanischen Halbinsel überqueren, werden sie die ersten legalen Grenzgänger seit 1985 sein.