Guantanamo: Briten schildern brutale Verhörmethoden - DER SPIEGEL
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Guantanamo Briten schildern brutale Verhörmethoden

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Washington - Zwei aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba entlassene Briten haben dem US-Militär Misshandlungen bei Verhören vorgeworfen. In einem offenen Brief an US-Präsident George W. Bush schrieben die beiden Briten Shafiq Rasul und Asif Iqbal, sie seien während ihrer mehr als zweijährigen Haft bei Verhören gedemütigt und geschlagen worden.

Sie hätten zum Beispiel bei Verhören stundenlang knien müssen, während ihre Hände zwischen den Beinen am Boden angekettet worden seien. Zu den Verhörmethoden habe auch die Bedrohung durch Wachhunde sowie der Einsatz von Stroboskoplampen, lauter Musik und Kaltluft gehört. Außerdem seien sie geschlagen und getreten worden. Während der Befragungen, die oft bis zu zwölf Stunden dauerten, hätten die Gefangenen keine Toilette aufsuchen dürfen. Ein Häftling, der sich von einer Operation erholte, sei von Aufsichtspersonal in den Magen getreten worden, wo er eine frische Narbe hatte. Die Wärter hätten seinen Kopf außerdem mehrfach gegen den Boden geschlagen. Die Soldaten hätten ihnen gesagt: "Wir können tun was wir wollen." Die Misshandlungen seien von Kameras festgehalten worden, berichteten Rasul und Iqbal.

Sie seien unter dem Druck der Verhöre zu falschen Geständnissen gezwungen worden. In den Protokollen hatten sie zugegeben, im August 2000 auf einem Video mit Terrorchef Osama Bin Laden zu sehen gewesen zu sein. Die beiden haben nach eigenen Angaben jedoch Dokumente, die belegen, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt in England aufhielten. Die Briten waren am 8. März auf freien Fuß gesetzt worden.