Guantanamo: Uiguren schalten Supreme Court ein - DER SPIEGEL
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Guantanamo Uiguren schalten Supreme Court ein

Zwei in Guantanamo gefangene Uiguren haben den Obersten Gerichtshof der USA eingeschaltet. Trotz festgestellter Unschuld seien die beiden Männer noch immer nicht freigelassen worden, kritisieren ihre Anwälte.
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Washington - Die Anwälte wandten sich in einem Eilantrag an den Supreme Court. In dem Papier fordern sie die Richter zum Einschreiten auf, weil ihre Mandanten trotz offiziell festgestellter Unschuld immer noch nicht freigelassen worden seien. "Diese Art von Verfassungskrise kann nicht länger andauern", sagte Anwältin Rheba Rutkowski.

Die uigurischen Muslime Abu Bakkar Kassim und Adel Abdu al-Hakim aus der chinesischen Unruheregion Xinjiang werden seit Juli 2002 im US-Gefangenenlager Guantanamo festgehalten. Im Frühjahr 2005 erklärten die US-Militärbehörden, dass die beiden in Pakistan festgenommenen Männer zwar keine "militärischen Kämpfer" seien, trotzdem aber nicht freigelassen werden könnten. Auch ein US-Bezirksrichter in Washington befand im vergangenen Monat, dass die Inhaftierung der Uiguren unrechtmäßig sei. Er könne aber ihre Freilassung nicht anordnen.

Es wird befürchtet, dass die Uiguren bei einer Abschiebung nach China politisch verfolgt werden. Bislang erklärte sich allerdings kein Land auf Anfrage bereit, die Männer aufzunehmen. Die Minderheit der Uiguren beschuldigt die kommunistische Führung in Peking, ihre Heimatregion im Nordwesten Chinas kolonialisiert zu haben und ihr Volk zu unterdrücken.