Guantanamo USA schieben Terrorverdächtigen ab
Washington - Hamdi war im November 2001 in Afghanistan festgenommen und zunächst wie rund 600 andere Gefangene ohne Anklage und ohne Zugang zu Anwälten auf dem Stützpunkt Guantanamo auf Kuba festgehalten worden. Die US-Regierung begründete dies damit, dass Hamdi an der Seite der Taliban gekämpft habe. Weil er in den USA geboren war und damit die amerikanische Staatsbürgerschaft besaß, wurde Hamdi jedoch kurz darauf in ein Militärgefängnis in den USA verlegt. Im Juni erklärte der Oberste Gerichtshof der USA, Hamdi müsse das Recht erhalten, gerichtlich gegen seine Inhaftierung vorzugehen.
Nach einer Vereinbarung mit Hamdis Anwälten werde der junge Mann seine US-Staatsbürgerschaft aufgeben, teilte das amerikanische Justizministerium am Mittwoch in Washington mit. Ein Sprecher begründete die Freilassung damit, dass Hamdis Wert als Informationsquelle für die Geheimdienste nach fast drei Jahren Haft ausgeschöpft sei. Die Regierung habe kein Interesse daran, feindliche Kämpfer festzuhalten, wenn sie keine Bedrohung mehr für die USA darstellten.
Hamdi musste sich verpflichten, auf Reisen in die USA und eine Reihe von Staaten im Nahen Osten, darunter der Irak, Afghanistan und Israel, zu verzichten.