Mutmaßliche Selbstmordattentäter Israelischer Geheimdienst zerschlägt angebliche Hamas-Zelle
Mitglied der islamistischen Hamas (Archiv): Geheimdienst sprengt Terrorzelle
Foto: SUHAIB SALEM/ REUTERSTel Aviv - Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terrorzelle der islamistischen Gruppierung Hamas in Hebron zerschlagen. Angeblich fand der Geheimdienst Waffen und Sprengsätze bei elf Palästinensern. Sie hätten außerdem gestanden, Selbstmordanschläge auf Israelis geplant zu haben.
Die Palästinenser seien bereits im vergangenen Monat in der geteilten Stadt im Westjordanland festgenommen worden. Der Vorfall sei allerdings aufgrund einer Nachrichtensperre erst jetzt an die Öffentlichkeit gelangt, berichtete der israelische Rundfunk.
Schin Bet ist umstritten: Das Öffentliche Komitee gegen Folter in Israel hatte dem Geheimdienst mehrfach vorgeworfen, im vergangenen Jahr in 85 Fällen Gefangene gefoltert oder misshandelt zu haben. Insbesondere nach der Entführung und dem Mord von drei Jugendlichen im Westjordanland im Juni kam es zu deutlich mehr Verstößen. Schin Bet weist die Vorwürfe zurück.