Hongkong: Demonstranten drohen der Polizei - DER SPIEGEL
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Erstmals Ausschreitungen auch unter der Woche Hongkong-Demonstranten drohen der Polizei

Fünf Monate nach Beginn der Proteste eskaliert die Gewalt in Hongkong. Die ursprünglichen Ziele der Demokratiebewegung treten zunehmend in den Hintergrund.
Ein Demonstrant in Hongkong wirft einen Brandsatz
Ein Demonstrant in Hongkong wirft einen Brandsatz

Ein Demonstrant in Hongkong wirft einen Brandsatz

Foto: Vincent Yu/dpa
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In Hongkong bekämpfen sich Polizei und Demonstranten mit bislang noch nicht gesehener Brutalität. Nachdem am Montag ein Polizist aus nächster Nähe einen Aktivisten niedergeschossen hatte, übergoss ein Randalierer einen vermeintlich regierungstreuen Bauarbeiter mit Benzin und zündete ihn an. Der Mann überlebte mit schweren Verbrennungen.

Die Ausschreitungen haben ein solches Ausmaß erreicht, dass mehrere Universitäten das Semester vorzeitig beendeten. Da die Gewalt zum ersten Mal seit Beginn der Proteste über das Wochenende hinaus andauert, stellten am Donnerstag sämtliche Schulen den Betrieb ein.

Eine friedliche Lösung des Konflikts wird immer unwahrscheinlicher - zumal sich die ursprünglich friedliche Protestbewegung immer weiter radikalisiert. "Die andere Seite muss die Kosten spüren", sagt ein Demonstrant dem SPIEGEL. "Die Polizei glaubt, dass sie straflos mit allem davonkommt. Also müssen auch wir die Gewalt steigern."