Husni Mubarak: Kriegsgefahr in Nahost - DER SPIEGEL
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Husni Mubarak Kriegsgefahr in Nahost

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Kairo/Kuwait City - Das Andauern der Gewalt in den besetzten palästinensischen Gebieten könnte nach Ansicht von Ägyptens Staatspräsident Husni Mubarak den ganzen Nahen Osten in ein Pulverfass verwandeln. Die Lage sei sehr ernst und gefährlich, sagte Mubarak in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der kuwaitischen Zeitung "Al Sijasa", das auch von allen wichtigen ägyptischen Medien aufgegriffen wurde.

Einen neuen Krieg zwischen Israel und den arabischen Staaten schloss er jedoch aus. Der einzige Ausweg aus der Sackgasse sei die Rückkehr an den Verhandlungstisch.

"Die Vereinigten Staaten und Europa sind nun aufgerufen, eine aktivere Rolle zu spielen", sagte der Präsident. Der frühere US- Präsident Bill Clinton habe ihn bei den letzten Verhandlungen in Camp David gebeten, die Palästinenser zu bestimmten Kompromissen zu bewegen. Er sei jedoch nicht bereit, die Palästinenser unter Druck zu setzen, damit sie sich auf unfaire Zugeständnisse einließen, betonte Mubarak.

Mubarak rief den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon auf, sich von seiner nur auf Gewalt gestützten Politik zu verabschieden. Palästinenserpräsident Jassir Arafat seinerseits wäre angesichts des derzeitigen israelischen Vorgehens momentan gar nicht in der Lage, die Intifada zu stoppen, sagte Mubarak. Sollte Arafat seinen Posten als Präsident der Autonomieverwaltung verlieren, sei zudem mit einer Welle des Terrors auch im Ausland zu rechnen.