Kurz vor nächster Wahlrunde Lokalpolitiker im indischen Teil Kaschmirs erschossen
Kurz vor der nächsten Runde der Parlamentswahlen in Indien ist in der umstrittenen Kaschmir-Region ein Lokalpolitiker der Partei von Premierminister Narendra Modi erschossen worden. Gul Mohammed Mir sei in seinem Haus im Süden der Kaschmir-Provinz getötet worden, teilte die Polizei mit. Aktivisten werden verdächtigt, für die Tat verantwortlich zu sein.
Die Polizei sprach von einem "terroristischen Verbrechen". Modi schrieb am Sonntag auf Twitter, in Indien gebe es keinen Platz für derartige Gewalttaten.
Strongly condemn the killing of @BJP4JnK leader Shri Ghulam Mohammed Mir. His contribution towards strengthening the party in J&K will always be remembered. There is no place for such violence in our country. Condolences to his family and well-wishers.
— Narendra Modi (@narendramodi) May 5, 2019
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Am Montag soll die fünfte Runde der Wahl in Indien stattfinden. Die Parlamentswahlen hatten am 11. April begonnen und enden am 19. Mai. Insgesamt sind fast 900 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen (Lesen Sie hier, warum 21 Millionen Inderinnen nicht wählen dürfen).
Wahlen in Indien werden immer wieder von Gewalt überschattet. Erst am Mittwoch waren bei einem Angriff im westindischen Bundesstaat Maharashtra 16 Angehörige einer Militäreinheit getötet worden. Die Polizei machte maoistische Rebellen verantwortlich. Bei den Regionalwahlen 2016 waren mehr als hundert Politiker und Parteifunktionäre ermordet worden.
Am Sonntag meldete die Polizei zudem, dass im Distrikt Shopian in der Kaschmir-Region ein Wahllokal in Brand gesteckt worden sei.