Indien Schießerei im Parlament
Neu Delhi - Die Angreifer im Parlament in Neu Delhi waren in das fast voll besetzte Parlamentsgebäude gestürmt und hatten um sich geschossen. Es waren angeblich auch Explosionen zu hören. Die Parlamentssitzung war gerade vertagt worden, nachdem die Opposition gegen einen Korruptionsskandal protestiert und eine reguläre Sitzung unmöglich gemacht hatten.
Der Fernsehsender "Star News" berichtete von fünf Angreifern und sechs Polizisten, die erschossen wurden. Die Identität der Täter war zunächst unklar.
Während des Überfalls befanden sich ranghohe Politiker in dem Gebäude. Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee und Oppositionsführerin Sonia Gandhi waren aber angeblich schon abgefahren.
Innenminister Lal Krishna Advani wollte sich nicht zum Motiv für den Angriff äußern. Es sei zu früh zu sagen, ob die Terrorgruppe al-Qaida von Osama Bin Laden dahinter stecken könnte, sagte Advani. Der Außenminister der afghanischen Nordallianz, Abdullah Abdullah, besucht zurzeit Indien.
Wahrscheinlicher ist ein Zusammenhang mit dem Kaschmir-Konflikt. In Srinagar im indischen Teil Kaschmirs hatten Rebellen im Oktober bei einem Bombenanschlag auf das Regionalparlament mehr als 40 Menschen getötet.