Indonesien: Das Land der Superlative - DER SPIEGEL
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Indonesien Das Land der Superlative

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Das am Äquator liegende indonesische Archipel umfasst rund 17.000 Inseln, davon sind 6000 bewohnt. Hauptinseln sind Sumatra, Java, Kalimantan (Borneo), Sulawesi (Celebes) und Irian Jaya (West-Papua). Mit schätzungsweise etwa 210 Millionen Menschen - überwiegend Javaner - steht das Land nach der Bevölkerung an vierter Stelle in der Welt. Mit einem Anteil von über 80 Prozent leben in keinem Land der Welt mehr Moslems als in Indonesien.

Die jüngste Geschichte des 1,9 Millionen Quadratkilometer großen Landes mit der Hauptstadt Jakarta (9,3 Millionen Einwohner) war geprägt von der asiatischen Finanzkrise, dem Sturz des diktatorischen Präsidenten Suharto im Jahr 1998 und den ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten im Juni 1999. Staats- und Regierungschef der Präsidialen Republik Indonesien ist war Oktober 1999 Abdurrahman Wahid, der seinem Land mehr Demokratie und eine Abkehr von Korruption und Autokratie versprochen hatte und jetzt selbst in den Strudel von Korruptionsvorwürfen geraten ist.

Das seit dem Ende des 16. Jahrhunderts von den Niederlanden kolonisierte Indonesien wurde nach zwischenzeitlicher Besetzung durch die Japaner 1945 unabhängig. Zwei verbliebene koloniale Enklaven, das niederländische West-Irian und das ehemals portugiesische Ost-Timor, wurden später eingegliedert. Nach schweren Auseinandersetzungen erlangte Ost-Timor 1999 seine Unabhängigkeit zurück. Auch in anderen Provinzen des Inselreiches gibt es blutige ethnische und religiöse Konflikte.

Zu den wichtigsten Rohstoffen des verschuldeten und auf internationale Finanzhilfen angewiesenen Landes zählen Holz, Kautschuk, Erdöl und Gas.