IRA Britische Politiker auf der Todesliste
Belfast/London - Die Liste, die angeblich noch kürzlich aktualisiert worden war, wurde bei einer Hausdurchsuchung entdeckt. Viele konservative Politiker haben enge Verbindungen zu den protestantischen Unionisten in Nordirland. Politiker der regierenden Labour-Partei fanden sich nicht auf der Liste. Dennoch gebe es keine Hinweise darauf, dass die katholisch-republikanische Terrororganisation ihren Waffenstillstand beenden wolle, sagte Chefinspektor Colin Cramphorn in Belfast.
In Belfast kam es in der Nacht zum Donnerstag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten. Nach Angaben der Polizei wurden dabei bis zu zehn Schüsse abgefeuert. Verletzt wurde niemand. Schwer bewaffnete Polizisten und Soldaten mussten die beiden rivalisierenden Gruppen trennen. Dabei wurden sie mit Molotow-Cocktails und anderen Sprengsätzen beworfen.
Schauplatz der Krawalle war ein Viertel im Norden von Belfast, wo protestantische und katholische Wohngebiete aneinander grenzen. Auch diesmal gaben beide Seiten einander die Schuld für die Unruhen.