Irak: 17 Tote bei Kämpfen um Kufa - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Irak 17 Tote bei Kämpfen um Kufa

Im Süden des Irak sind in der Nacht erneut schwere Kämpfe entbrannt. Mehr als 20 US-Panzer und mehrere hundert Soldaten rückten in Kufa ein. Die Stadt ist eine Hochburg der Aufständischen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bagdad - US-Truppen sind erstmals seit dem Aufstand der Milizen des Schiiten-Führers Muktada al-Sadr in Kufa eingerückt. Dabei seien in der Nacht mindestens 17 Aufständische getötet worden, meldete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf US-Streitkräfte. In einer Moschee sei ein großes Waffenlager entdeckt worden. Eine Einheit mit 20 Panzern und Hunderten von Soldaten liefere sich mit den Aufständischen Gefechte, berichtete eine CNN-Reporterin. Es seien Artilleriefeuer und Granaten-Einschläge zu hören.

Kufa ist Muslimen schiitischer Glaubensrichtung besonders heilig, weil hier der Schwiegersohn des Propheten Mohammed und vierte Kalif, Ali, im Jahr 661 getötet wurde. Seine Anhänger, die Schiiten, erkennen seitdem nur ihn und seine Nachfolger als rechtmäßige Träger der Kalifenwürde an. Kufa war über eine kurze Zeit auch Hauptstadt des Kalifats. Wichtigstes Kennzeichen der Stadt ist die Große Moschee mit ihrer vergoldeten Kuppel.

Mehr lesen über