Irak: Angreifer schlitzten US-Soldaten die Kehlen auf - DER SPIEGEL
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Irak Angreifer schlitzten US-Soldaten die Kehlen auf

Im nordirakischen Mossul, das lange Zeit als Paradebeispiel für die gelungene Befriedung galt, ist es erneut zu Übergriffen auf US-Amerikaner gekommen. Medienberichten zufolge wurden zwei Soldaten bei einer Patrouille durch die Stadt überfallen, die Angreifer sollen ihnen die Kehlen aufgeschlitzt haben.
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Mossul - Augenzeugen berichteten, die US-Soldaten seien in einem Zivilfahrzeug unterwegs gewesen. Als sie durch den Verkehr zum Anhalten gezwungen wurden, hätten die Angreifer zugeschlagen. Während ein Sprecher der 101. Luftlande-Division berichtete, die beiden Soldaten seien erschossen worden, erklärten Augenzeugen, ihnen sei die Kehle durchgeschnitten worden.

Iraker hätten die Scheiben des Autos eingeschlagen und die Toten ausgeplündert. Ein Iraker habe auf der Straße mit den blutigen Banknoten gewinkt, die den Toten aus der Tasche gezogen worden seien. "Die Leute haben die Sachen aus dem Auto genommen. Ich habe hinein geschaut und habe die beiden blutüberströmten Soldaten gesehen", berichtete ein Feuerwehrmann aus Mossul.

Ein Sprecher des US-Militärs bestätigte den Tod der Soldaten, machte aber zunächst keine weiteren Angaben.

Einem weiteren Attentat fiel am Samstagabend der Polizeichef von Mossul zum Opfer. Der Mord an Abdul Salam Kanbar wird als Teil einer Kampagne der Aufständischen gegen die von den USA unterstützten irakischen Sicherheitskräfte gewertet.

Nach Angaben eines Sprechers wurde Kanbar auf offener Straße erschossen, als er eine Moschee aufsuchen wollte. Er war für den Schutz der Ölanlagen in der nordirakischen Stadt verantwortlich.

Mossul galt in den ersten Monaten nach Ende der Hauptkampfhandlungen als Paradebeispiel für die Befriedung des Irak. Monatelang war es dort äußerst ruhig, so dass sich die Besatzer um den Wiederaufbau der Infrastruktur kümmern konnten. Seit Anfang November mehren sich aber die Angriffe: Etliche US-Soldaten wurden getötet oder verwundet, auch einige Iraker, die mit den Besatzungstruppen kooperieren, wurden erschossen. Mittlerweile haben viele Einwohner den Eindruck, sie lebten mitten auf dem Schlachtfeld.

Am vergangenen Wochenende verloren die US-Truppen 17 Soldaten bei einem Zusammenstoß zweier Militärhubschrauber. Nach offiziellen Angaben handelte es sich um einen Unfall. Augenzeugen dagegen berichteten, die beiden Black Hawks seien Raketen ausgewichen, einer der Helikopter sei dabei getroffen worden. Mossul liegt außerhalb des Sunnitischen Dreiecks, das als Hochburg des Widerstands gegen die Besatzungstruppen gilt.

Seit dem von den USA am 1. Mai ausgerufenen Ende der Hauptkampfhandlungen wurden 184 US-Soldaten getötet.

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