Irak: Anschlag auf Marktplatz, viele Tote - DER SPIEGEL
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Irak Anschlag auf Marktplatz, viele Tote

Die Serie der blutigen Gewalttaten im Irak reißt nicht ab. Gestern kamen durch Attentate und Schießereien 17 Menschen ums Leben. Heute Morgen explodierte auf einem Markt in Bagdad eine Autobombe. Mindestens 26 Menschen starben.
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Bagdad - Mindestens 60 weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als der Sprengsatz im Schiitenviertel Dschamila im Nordosten der Stadt detonierte. Den Angaben zufolge ereignete sich der Anschlag in der Nähe einer Polizeistation und eines Marktes. Über dem Ort des Anschlags stieg dichter Rauch auf; der Lärm der Detonation war auch aus großer Entfernung zu hören.

An dem Ort versammeln sich täglich zahlreiche Iraker auf der Suche nach Arbeit. Deshalb wird erwartet, dass die Zahl der Opfer weiter ansteigt.

Gestern waren bei Anschlägen in Bagdad mehrere Menschen getötet worden. Im Westen der irakischen Hauptstadt wurden sieben schiitische Arbeiter aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. Zwei weitere erlitten Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Osten Bagdads wurde innerhalb von 20 Minuten von zwei schweren Explosionen erschüttert.

Einer der Anschläge galt einer Polizeistreife; getötet wurde dabei ein Passant. Die zweite Detonation ereignete sich in der Nähe eines Militärstützpunkts. Dabei kam nach Angaben der Streitkräfte ein US-Soldat ums Leben.

Bei einem Bombenanschlag und einer Schießerei auf einem Markt in Bakuba wurden drei Menschen getötet und fünf weitere verletzt. In Mossul griffen Bewaffnete einen Stützpunkt irakischer und amerikanischer Soldaten an, kurze Zeit später zündete ein Selbstmordattentäter eine Autobombe. Verletzt wurde nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Während eines Gefechts zwischen vermummten Bewaffneten und irakischen Polizisten wurde in Mossul eine Zivilperson getötet, drei Angreifer starben bei einer weiteren Schießerei. In Hilla kam ein irakischer Soldat ums Leben, als vor seinem Hauseingang ein Sprengsatz explodierte.

mik/AFP/AP