Irak Anschlag auf Polizeistation
Samarra - Den Angaben zufolge explodierte die Autobombe vor einer Polizeistation in der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt. Ein Polizeisprecher in Bakuba sagte, er habe ein weißes Auto gesehen, das auf die Polizeiwache zugerast und explodiert sei. Bei den Toten soll es sich um zwei Polizisten und einen Sicherheitsmann handeln.
In Bakuba waren erst am Freitag mehrere Menschen bei einem Selbstmordanschlag vor einer schiitischen Moschee getötet worden. Im November waren bei zwei Autobombenanschlägen auf Polizeiwachen in Bakuba sowie einem nahe gelegenen Ort mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.
Die Stadt liegt rund 65 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad im so genannten sunnitischen Dreieck, das als Hochburg des Widerstands gegen die US-geführten Besatzungstruppen gilt.
Al-Duris Neffen verhaftet
Ein amerikanischer Militärsprecher hatte zuvor mitgeteilt, dass Razzien in zwei Häusern in der zentralirakischen Stadt Samarra durchgeführt wurden bei denen Angehörige eines des meistgesuchten Iraker verhaftet wurden: Vier Neffen von Issat Ibrahim al-Duri wurden festgenommen, die den früheren Vizepräsidenten versteckt haben sollen.
40 Soldaten des 720. Militärpolizeibataillons seien an der Aktion beteiligt gewesen, die nach einem Hinweis aus der Bevölkerung durchgeführt worden sei. Die US-Streitkräfte sehen in Duri den wichtigsten Drahtzieher und Organisator des Widerstandes in Irak. Er war vor dem Regimesturz stellvertretender Chef des Revolutionären Kommandorates und steht auf der amerikanischen Liste der meistgesuchten Iraker auf Platz 6.