Irak Aufstand in Nadschaf
Bagdad - Trotz der Waffenruhe lieferten sich Milizionäre des radikalen schiitischen Predigers Muktada al Sadr Feuergefechte mit irakischen Sicherheitskräften. Dabei wurden sechs Menschen getötet und mindestens 29 verletzt, unter ihnen nach Angaben aus Krankenhäusern auch acht Kinder. In die Kämpfe waren offenbar keine US-Soldaten verwickelt.
Milizionäre al Sadrs griffen über Nacht eine irakische Polizeistation nahe des Imam-Ali-Schreins in Nadschaf an. Dort waren zuvor mehrere mutmaßliche Diebe festgenommen worden, wie die Behörden mitteilten. Die Polizeistation sei geplündert, Autos seien in Brand gesetzt worden. Anwohner berichteten, die Gefechte hätten mit der Verfolgung von Milizionären durch Polizei-Kräfte begonnen.
Die US-Truppen und Milizionäre al Sadrs hatten nach wochenlangen Kämpfen in der vergangenen Woche eine Feuerpause und den Abzug aus Nadschaf und dem benachbarten Kufa vereinbart.
Video von türkischen Geiseln
Die Fernsehnachrichtenagentur APTN erhielt in Bagdad ein Videoband, das vier der sieben in Irak entführten türkischen Bauarbeiter zeigt. Die vermummten Kidnapper, die sich als Heilige Krieger bezeichnen, appellieren darin abermals an türkische Firmen, ihre Zusammenarbeit mit der amerikanischen Besatzungsmacht umgehend einzustellen.