Irak: Bewaffnete töten Christen - DER SPIEGEL
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Irak Bewaffnete töten Christen

Die Serie tödlicher Angriffe auf Christen im Irak geht weiter: Unbekannte haben in der Nacht das Haus einer christlichen Familie in der Stadt Mossul angegriffen und mehrere Menschen getötet. Bei einem weiteren Anschlag auf Christen gab es Verletzte.
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Bagdad - Die Täter stürmten in der Nacht zum Dienstag das Haus in Mossul, in dem die christliche Familie lebt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa erschossen die Angreifer dabei drei Brüder, die Nachrichtenagentur DAPD schreibt von zwei Toten. Nach Angaben von Augenzeugen konnten die Täter fliehen. Die Agentur Sumeria News meldete, kurz darauf sei in einem anderen Viertel der Stadt ein Sprengsatz neben dem Haus einer christlichen Familie detoniert. Zwei Passanten seien durch die Explosion schwer verletzt worden.

In den vergangenen drei Wochen hatten sich die Angriffe auf die Angehörigen der christlichen Minderheit gehäuft. Die Regierung in Bagdad hatte nach einem Angriff mit 68 Toten auf eine Kirche Ende Oktober versprochen, die Christen besser zu schützen. Aus der ganzen Welt gingen Solidaritätsbekundungen christlicher Glaubensbrüder ein, auch aus dem Vatikan.

Irak

Mehr als die Hälfte der Christen hat den seit der US-Invasion im Jahr 2003 verlassen, um der Verfolgung durch islamistische Terrorgruppen und Milizen zu entgehen. Aktuell leben nur noch schätzungsweise 600.000 Christen in dem arabischen Land.

anr/dpa/dapd