Irak: Bombe tötet US-Soldat - DER SPIEGEL
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Irak Bombe tötet US-Soldat

Bei einem Bombenanschlag 100 Kilometer westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach US-Militärangaben ein US-Soldat getötet und zwei weitere verletzt worden. In Tikrit nahmen die Streitkräfte derweil einen weitern Leibwächter von Saddam Hussein fest.
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Bagdad - Wie eine US-Militärsprecherin mitteilte, ereignete sich der Anschlag in den Außenbezirken der Stadt Ramadi, wo am Vormittag gleichzeitig drei Sprengsätze in der Nähe eines US-Konvois detonierten.

Im nordirakischen Mossul wurde Augenzeugen zufolge ein US-Militärfahrzeug von einer Panzergranate getroffen. Es soll vier Opfer gegeben haben. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. US-Soldaten durchsuchten die umliegenden Häuser nach den Tätern. Die Zahl der US-Soldaten, die seit dem am 1. Mai verkündeten Ende der Hauptkampfhandlungen getötet wurden, stieg auf mindestens 57.

US-Soldaten nahmen indes bei Razzien in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit einen weiteren früheren Leibwächter des entmachten irakischen Staatschefs festgenommen. Insgesamt seien bei der dreistündigen Aktion 14 Männer festgenommen worden, darunter auch ein General, der auch ein führender Funktionär der einstmals regierenden Baath-Partei war. Die Namen der Festgenommenen wurden nicht genannt. An der Militäraktion nahmen den Streitkräften zufolge 250 Soldaten teil. Sie umstellten und durchsuchten 20 Häuser.

In einem Industriegebiet nördlich von Bagdad ging heute eine Ölpipeline in Flammen auf. Die Ursache des Brandes war nach Angaben der US-Streitkräfte zunächst unklar. Vor Ort sahen AP-Reporter jedoch zwei Panzer und drei Soldaten, die in Schießstellung am Boden kauerten. Sie ließen weder die Journalisten noch einen irakischen Feuerwehrwagen herankommen und gaben Warnschüsse ab.

Die Flammen aus der Pipeline schossen rund fünf Kilometer von einer großen Raffinerie entfernt 60 Meter in die Höhe. Über dem Süden der Stadt hing am Nachmittag eine dichte Rauchwolke. Es war nicht klar, ob der Brand auf Sabotage zurückzuführen war. Zahlreiche Pipelines in Irak waren jedoch in den vergangenen Monaten das Ziel von Anschlägen, mit denen ihre Urheber die Lage im Land destabilisieren wollen.