Irak: Britische Botschaft evakuiert - DER SPIEGEL
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Irak Britische Botschaft evakuiert

Die Uno hat seit Samstag einen Interimsnachfolger für den Irak: Ramiro Lopes da Silva folgt dem getöteten Irak-Sonderbeauftragten Sergio Vieira de Mello. Die Lage ist unverändert kritisch. Am Samstag wurden drei Briten in Basra getötet und die Botschaft in Bagdad evakuiert.
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New York - Uno-Generalsekretär Kofi Annan hat den Koordinator für die humanitäre Hilfe im Irak, den Portugiesen Ramiro Lopes da Silva, zum Interimsnachfolger für den bei einem Autobombenanschlag getöteten Irak-Sonderbeauftragten Sergio Vieira de Mello ernannt. Das bestätigte eine Uno-Sprecherin am Samstag in Bagdad.

Fünf Tage nach dem Anschlag auf das UN-Quartier in Bagdad mit 24 Todesopfern haben die UN-Hilfsorganisationen am Samstag ihre Arbeit wieder aufgenommen. Nach Angaben der UN-Sprecherin ist zur Stunde noch nicht genau klar, wie viele der ehemals über 300 Mitarbeiter noch in Bagdad geblieben sind. Die Vereinten Nationen hatten sowohl die Verletzten als auch jenen Teil der Mitarbeiter nach Jordanien ausgeflogen, die nicht unmittelbar für die humanitären Operationen wichtig sind. Insgesamt sollten zwei Drittel der 300 Mitarbeiter vor Ort bleiben.

Nach den Worten der UN-Sprecherin suchen die Vereinten Nationen in Bagdad nach einer neuen Unterkunft. Der UN-Komplex war bei dem Autobombenanschlag schwer beschädigt worden.

In der südirakischen Stadt Basra sind am Samstag drei britische Soldaten getötet und einer verletzt worden. "Wir können bestätigen, dass drei britische Soldaten getötet und einer schwer verletzt wurde", sagte ein Armeesprecher. Um was für einen Zwischenfall es sich handelte, sagte der Sprecher nicht. Zuvor hatten Bewohner der zweitgrößten Stadt des Landes berichtet, ein Militärfahrzeug sei verunglückt, nachdem es von einem anderen Wagen aus beschossen worden sei.

Die britischen und amerikanischen Besatzungstruppen sind beinahe täglich das Ziel von Anschlägen im Irak. Seit dem Einmarsch der Truppen im März sind bei Gefechten mindestens 15 britische Soldaten getötet worden.

Großbritannien hat zudem wegen der Gefahr eines Anschlags seine Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad evakuiert. Wie das Außenministerium in London am Samstag mitteilte, sei eine "glaubhafte Drohung" eines Anschlags eingegangen. Daraufhin seien bereits am Mittwoch die Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft aus der Vertretung abgezogen und in einem Gebäude Übergangsverwaltung einquartiert worden. Die britische Botschaft war im Mai wieder eröffnet worden.

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