Irak: Die Gotteskrieger stehen auf - DER SPIEGEL
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Irak Die Gotteskrieger stehen auf

Der Widerstand gegen Amerikaner und Briten im Irak wird immer stärker. Zu den jüngsten Attacken auf die Siegermächte haben sich die Mudschahedin bekannt. Die religiösen Fanatiker kündigten neue Anschläge an.
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Dubai - Dem arabischen Fernsehsender al-Dschasira liegt angeblich ein Bekennerschreiben vor, in dem sich eine irakische Gruppe namens Mudschahedin zu den jüngsten Angriffen auf US-Soldaten im Irak bekennt. Der Sender berichtet, die Gotteskrieger hätten mehrere Anschläge verübt. Zugleich wurden von den religiösen Fundamentalisten weitere angekündigt.

Damit hat der Widerstand im Irak eine neue Dimension erhalten. Statt mit dem Widerstand säkularer Einheiten, versprengten Armeeeinheiten, militanten Baath-Gefolgsleuten und Saddam-Anhängern bekommen es Briten und Amerikaner nun offenbar mit religiös motivierten Kämpfern zu tun. Das US-Verteidigungsministerium, dem der Bericht nach Auskunft eines Sprechers bisher nicht bekannt ist, hatte bisher die Ansicht vertreten, bei den Angriffen handle es sich nicht um einen organisierten Widerstand gegen die Besatzungstruppen.

Seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai wurden mindestens 18 Amerikaner und sechs britische Soldaten bei Anschlägen getötet. Der britische Premierminister Tony Blair hatte diese Woche bereits erwogen, weitere Truppen an den Golf zu schicken, nachdem sechs britische Soldaten einem Anschlag zum Opfer gefallen waren.

Der Sender al-Dschasira strahlte ein Video aus, dass die Mudschahedin ebenfalls eingesandt haben soll. Die Bilder zeigen nach Angaben des Nachrichtensprechers einen Angriff der Gruppe auf amerikanische Militärfahrzeuge. Wann der Überfall stattfand, teilte die Gruppe nicht mit.

Nach US-Angaben hat ein irakischer Wissenschaftler den amerikanischen Geheimdiensten Hinweise dafür geliefert, dass der Irak den Bau von Atomwaffen plante. Der Experte habe ihnen Dokumente und Materialien gegeben, die seinen Angaben zufolge für das Atomwaffenprogramm in der Zeit vor dem Golfkrieg von 1991 verwendet wurden, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter. Der Wissenschaftler Mahdi Schukur Obeidi habe erklärt, dass er die Materialien auf Anweisung der Regierung in seinem Garten vergraben habe, wo sie nach dem Ende der Uno-Sanktionen gegen Irak wieder ausgegraben und für ein neues Programm genutzt werden sollten.

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