Irak Extremisten verschleppen Japaner
Dubai - Im Irak hat eine islamische Extremisten-Organisation einen Japaner verschleppt, der offenbar im Dienst der US-Streitkräfte stand. Der Mann sei in der Nähe der Stadt Hit schwer verletzt gefangen genommen worden, hieß es am Montag in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Gruppe "Ansar al-Sunna". Bei der Gefangennahme seien zwölf Iraker und fünf bewaffnete Ausländer getötet worden. Die Gruppe habe einen Konvoi überfallen, der von einem US-Stützpunkt nahe Bagdad gekommen sei. Die sunnitische Extremisten-Organisation hat sich in der Vergangenheit zu zahlreichen Anschlägen gegen die US-Streitkräfte im Land und zur Tötung mehrerer Geiseln bekannt.
Auf der Internetseite war ein japanischer Pass auf den Namen Akihiko Saito zu sehen. Außerdem wurde ein Ausweis gezeigt, der den Mann als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes identifiziert. Bald werde ein Video mit Aufnahmen des Mannes veröffentlicht, hieß es auf der Seite weiter, deren Authentizität zunächst nicht bestätigt werden konnte. Das japanische Außenministerium bestätigte einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, dass ein japanischer Angestellter einer ausländischen Sicherheitsfirma im Irak verschleppt worden sei.