Irak Geheimdienstoffizier entführt
Dubai/Istanbul/Beirut - Laut al-Dschasira nennen sich die Entführer des Geheimdienst-Mitarbeiters "Brigaden zur Verteidigung der heiligen Stätten", womit die schiitischen Heiligtümer in der umkämpften Stadt Nadschaf gemeint sind. Zwar strahlte der Sender das Video ohne Ton aus, doch sagte ein Sprecher, dass die Kidnapper in einer auf dem Video verlesenen Erklärung die Kämpfe in Nadschaf als Grund für die Entführung bezeichneten. Der Name des Entführten werde mit Osama Abdul Dschabbar angegeben.
Zuvor waren am Montag erneut zwei türkische Lastwagenfahrer entführt worden. Das berichtete der türkische Arbeitgeber der beiden Fahrer. Demnach hatte der türkische Konvoi mit insgesamt sechs Fahrern am Samstag Mineralwasser an einen US-Stützpunkt in Bagdad geliefert. Auf dem Rückweg wurde er bei einem Zwischenstopp an einem Restaurant nahe der Stadt Mossul von Bewaffneten angegriffen. Vier Fahrer versteckten sich und beobachteten, wie ihre beiden Kollegen verschleppt wurden, berichtete ein Mitarbeiter des Speditionsunternehmens. Der Name der Firma wurde aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben.
Die beiden libanesischen Lastwagenfahrer Taha al-Dschundi und Chaldun Othman, die Anfang August entführt worden waren, sollen nach Angaben von Familienangehörigen am Dienstag in ihre Heimat zurückkehren. Das Schicksal von zwei weiteren libanesischen Lastwagenfahrern, die noch in der Gewalt von Entführern sind, ist unklar.